
Marius Bubat kennen die meisten wohl als eine Hälfte von Coma, dem Liveact, der wie kaum ein anderer für Aufsehen in Köln gesorgt hat und sowohl bei den alten Kompakt Hasen als auch den jungen Like Häschen abgefeiert wurde. Völlig zurecht natürlich, fangen Marius Bubat und Georg Conrad doch all ihre Einflüsse von Indie über Pop ein und verwandeln sie in ihren sehr eigenständigen Sound mit hohem Wiedererkennungswert. Als DJ hat sich Marius bislang vor allem auf der Smile einen Namen gemacht, wo er für Marc Lansley und Shumi eröffnete oder dem eigenen DJ Abend mit Pille Pop. Außerdem bekommt man ihn auch des Öfteren abseits des Nachtlebens auf Modeschauen der Trinkhallenschickeria oder dem befreundeten Come Together Festivals zu hören.
Wie bist du nach Köln gekommen?
Ich nahm mir vor einigen Jahren nach dem Zivildienst ein Studium zum Vorwand um hierher zu ziehen. Eigentlich war klar, dass ich das Studium nicht beenden werde. Aber ich war auch während meiner Schulzeit oft in Köln auf Konzerten und mochte die Stadt schon vorher.
Gab es einen speziellen Abend an dem du Köln endgültig in dein Herz geschlossen hast?
Um es vorweg zu nehmen: als Partystadt hat mich Köln noch nie sonderlich fasziniert, aber ich mag die Menschen hier und das merkt man eigentlich eher weniger Abends als tagsüber. Meinen Einstieg in die Techno/Club Welt hatte ich aber sicherlich auf der ersten Total Confusion, die ich besucht habe. Damals noch im Studio672 ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass Techno gar kein Provinzdisko Phänomen ist. Dieser Abend war für mich sehr wichtig.
Was sind deine Highlights und was ist dein Geheimtipp im Kölner Nachtleben?
Natürlich geh ich immer noch sehr gerne im Bogen 2 vorbei wenn dort Total Confusion ist oder bei der Smile im Gloria, wo ich auch öfters selber auflege, aber am schönsten find ich eigentlich immer die Abende, wo mal eine Party irgendwo ist, wo sonst keine Party ist, wie zum Beispiel die Comémé Outdoor Party im Rheinpark oder sowas. Ich mag keine Wiederholungen. Das Gefühl kriegt man im Club schnell, weil die Umgebung immer die gleiche ist.
Mit was lockt man DJs aus Berlin nach Köln?
Gute Frage. Vermutlich mit einer Off Location Party oder mit speziellen Drogen, die es nur hier gibt. Oder einfach nur einer guten Gage. Ich bin eigentlich kein Veranstalter, deswegen bin ich da überfragt.
Welche Location würdest du für Frühstyle empfehlen?
Das “Durst“, weil es direkt bei mir um die Ecke ist. Was ich schon mag ist ja, dass die Locations immer wechseln. Vielleicht kann man von diesem typisch kölschen Kneipending weg und nur noch Frühstyle in Off-Locations machen oder halt total untypischen Orten. Wie das Konzert im Parkhaus Schaufenster. Das war eine tolle Idee!
Marius Bubat Mix Juni 2010:
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