Anders Trentemøller gehört zu den wenigen Künstlern, die sich mit nur einem Album zum weltweit gefragten Künstler gemacht haben. Als 2006 Trentemöllers Debut “The Last Resort” erschien, waren sich Kritiker und Fans einig: ‘Da hat jemand des beste elektronische Album des Jahre abgeliefert’ hieß es aus allen Richtungen. Vor kurzem erschien der Nachfolger: “Into The Great Wide Yonder”. Elektronsich ist an der Platte ziemlich wenig, aber herausragend ist das Album trotzdem. Wir haben Anders Trentemöller getroffen und ihn gefragt, was er sich denn dabei gedacht hat.
Frühstyler: Endlich ist Dein zweites Album erschienen, wusstest Du eigentlich gleich als Du mit der Arbeit dazu begonnen hast, dass es nicht wieder ein elektronisches Album sein wird?
Trentemøller: For me I was not thinking that much about it when I was in the working process. That was more something that came just quite natural in a way but you know I’ve beeing half through the writing process and I could hear that: ‘OK, this is different from the first album’. There are more guitars and drums and stuff and it’s maybe a little bit more dark and then again I also worked more with vocalists this time and that also makes it a little bit more poppy.
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Ich habe darüber nicht zu viel nachgedacht als das Album entstanden ist. Das kam eher von selbst, so während der Mitte des Entstehungsprozesses der Platte konnte ich hören: ‘OK, das ist schon ganz was anderes, als das erste Album’. Mehr Gitarren, Schlagzeug und so. Vielleicht ist es auch etwas düsterer. Auf der anderen Seite habe ich mehr mit Sängerinnen und Sängern gearbeitet, das macht es dann wieder poppiger.
http://www.vimeo.com/11132424Frühstyler: Wie haben denn die Fans reagiert, als sie jetzt das Ergebnis gehört haben?
Trentemøller: When the single came out people where very divided. Some of the old hardcore ravers really did not like it because it was too rock kind of sounding and then again there was a lot of people I think more from the indie scene that really liked it. So, of course you can not please everyone and I am very much aware that I might loose some of the old that liked the more electronic sounding stuff.
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Als die erste Single “Sycamore Feeling” erschien, waren die Leute ziemlich gespalten. Manche der alten harcore Raver mochten das gar nicht, weil es ihnen zu einfach rockig war, aber dann waren da eine Menge Leute, ich denke mehr aus der Indie Szene, die es wirklich sehr mochten. Klar, man kann nicht jeden glücklich machen und ich bin mir der Tatschae ziemlich bewußt, dass ich vielleicht einige alten Fans verliere, die mehr auf meine elektronischen Sachen standen.
Frühstyler: Deine Heimatstadt Kopenhagen galt lange sogar noch liberaler und offener als Amsterdam. Mit dem Abriss des berühmten Ungdomshuset, der neuen Mitte-Rechts Regierung und der bevorstehenden Räumung von Christiana hat sich das ziemlich geändert, hat das auch Auswirkungen auf die Musikszene in Kopenhagen?
Trentemøller: It feels that the city is going a little bit too posh. I don’t know too polished and we really need something that is more going the other direction but then again this also makes the underground more strong because now there is something to fight for. Also on the music scene there is actually quite a good vibe there because people see that now we have to do something because it’s getting too normalized.
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Irgendwie wird Kopenhagen langsam zu schick. Zu herausgeputzt und wir brauchen wieder etwas, dass in eine andere Richtung geht, aber auf der anderen Seite macht diese Entwicklung die alternative Szene stärker und man hat wieder etwas wofür man kämpfen kann. Gerade unter Musikern herrscht gerade ein ganz guter Vibe, weil die Leute merken, wir müssen was tun, das ganze wird hier viel zu normal.
Das Album “Into The Great White Yoner” ist auf Trentemøllers eigenem Label In My Room erschienen.
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