Wer im letzten Jahr in Köln auf elektronische Musik tanzen war, kam an Franca nicht vorbei. Obwohl sie inzwischen aus Köln weggezogen ist, scheint die gegenseitige Liebe zwischen der Stadt und ihr dadurch nur noch intensiver geworden zu sein. Ihre Sets die gern bis in den frühen Morgen hinein für erfreute Gesichter sorgen sind auch außerhalb von Köln sehr beliebt. Von der Ausstrahlung und vom Sound gehört die Vinylliebhaberin sowieso zu den ganz Großen ihrer Zunft. Wir freuen uns auf ein tolles Set im Scheuen Reh heute Abend!
Wie bist du nach Köln gekommen?
Wegen der Liebe!
Gab es einen speziellen Abend an dem du Köln endgültig in dein Herz geschlossen hast?
Ein verrücktes Wohnwagen Sit-in, unter der Zoobrücke, Karneval 2005. Die gesunde Mischung aus Freundlichkeit, Unbeschwertheit und Wahnsinn hat mich schnell überzeugt!
Was hat dich bewegt wieder wegzuziehen? Man hat das Gefühl, dass deine DJ Karriere in Köln dadurch erst so richtig gestartet wurde.
Ich wollte irgendwann einfach wieder bisschen Bewegung in den Alltagstrott reinbringen und hab deswegen beschlossen mich aus allen möglichen Verbindlichkeiten zu lösen (Wohnung, Job etc). Das es zeitgleich immer mehr wurde mit den Bookings war eher ein Zufall.
Was sind deine Highlights und was ist dein Geheimtipp im Kölner Nachtleben?
Ich freue mich sehr, dass das Gewölbe wieder eröffnet wurde! Das war damals schon mein „Wohnzimmer“ und wird es sicherlich auch in Zukunft sein. Aber der Geheimtipp ist immer die Location, die es nicht wirklich gibt – also alles was als „off location“ zählt.
Welche Location würdest du für Frühstyle empfehlen?
Vielleicht mal eine Technoparty im Früh am Dom?!
Was kann man an dem Abend im Scheuen Reh für einen Sound erwarten?
Alles was den Hintern zum wackeln bringt und das Herz schneller schlägen lässt.
Einer von vielen tollen Mixen von Franca auf Soundcloud:
Auf der Suche „nach dem mystischen Element in der Jetztmusik“ landet das siebte Ambientfestival der E‘de Cologne erneut in der Kölner Basilika St. Aposteln. Vom 19. bis 22. Januar bescheinen Projektionen die Gemäuer der Romanischen Kirche und widerhallen ungewöhnlich sakrale Klänge. E’de Cologne’s Ambientfestival macht sich einmal mehr auf transzendente Besinnungsreise, die die Spuren der Musik neu aufzudecken vermag. Gott-Vergleiche und Glaubens-Termini hin oder her. Veranstalter Dietmar Saxler und seine Besucher feiern ihren Glaube an das Gute in der Musik.
Das Kölner Eventlabel E‘de Cologne ist dabei eines der kräftigsten Vorreiter. Nicht nur Veranstalter und Künstler arbeiten auf einem hohen kulturellen Niveau, sondern interagieren mit einem musikalisch sensibilisierten Publikum. Dabei schwingt seit der ersten Stunde – ob auf der CSD-Open-Air-Party oder dem Ambientfestival selbst – eine einmalige Atmosphäre mit. Dass muss auch selbst der Gemeindepfarrer zugeben, der das Projekt von Anfang an unterstützte.
Diesjährig hat sich das Festival eines der Leitmotive des Zweiten Vatikanischen Konzils, „Gaudium et Spes“ (Freude und Hoffnung) auf die Fahne geschrieben. Um „Freude an der Musik“ und „Hoffnung auf eine bessere Zukunft“ bewegt sich das Programm von E‘de Cologne’s siebten Ambientfestival. Musiker wie der kanadische Pianist Lubomyr Melnyk, der als „Franz Liszt der Moderne“ gilt, sowie Ambient-Ziehsöhne Nils Frahm und Peter Broderick, werden während der Festivaltage neben Köln-Residents wie Jörg Burger und Geo von Kompakt stehen.
Besondere Erweiterung für die magische Sieben: das Symposium – „Die Transzendenz in der Musik“ (eine Diskussion, die verlorene Werte in der Musik aufzudecken versucht), sowie die Festivalparty am Samstag im Gloria Theater. Ein Festival, das Genregrenzen ausreizt und auf einen intellektuellen Standard bringt. Aber vergessen zu Tanzen, wird hier sicherlich niemand.
Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste, jeweils für das Eröffnungskonzert am 19. Januar, sowie der Festivalparty im Gloria. Alle weiteren Informationen findet ihr auf unserer Facebook-Seite.
Zur Cologne Music Week haben wir wie die letzten beiden Jahre das Parkhaus an der Maastrichter Straße eingenommen und lassen dort mit Hufschlag & Braun (bestehend aus Carlos Hufschlag und Patrick Braun) einen der angesagtesten jungen Liveacts spielen. Die beiden Jungs haben erst vor gut einem Jahr angefangen ernsthaft zusammen Musik zu machen. Mit Tobias Thomas fand man schnell einen einflussreichen und geschmackssicheren Förderer. Dieses Jahr steht neben Carlos Abi auch ein (Um)zug nach Köln an aber vorher haben sich die Jungs unseren Fragen gestellt.
Ihr wohnt ja im Kölner Umland, habt ihr vor nach Köln zu ziehen oder ist der Reiz schon weg, wenn man die ganze Zeit so nah und doch so fern gewohnt hat?
Der Reiz ist auf jeden Fall noch da. Weil wir so kurz erst dabei sind, gibt es für uns in Köln noch Einiges zu entdecken. Unsere Dorf-Residenz bewahrt uns ein bisschen vor dieser typischen gelangweilten “Ich-kenne-alles-Haltung”. Wir sind hungrig!
Gab es einen speziellen Abend an dem ihr Köln endgültig in dein Herz geschlossen hast?
Die ersten Abende als Partygänger waren natürlich megaspannend. Gerade Locations wie die Papierfabrik haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. So richtig Klick hat’s dann aber erst auf der Total Confusion letzten Sommer gemacht. Die Stimmung/Atmosphäre/Musik war unbeschreiblich gut. Da konnte man sich einfach fallen lassen und glücklich sein. Nach sowas hatten wir gesucht.
Was sind eure Highlights und was ist euer Geheimtipp im Kölner Nachtleben?
Wahrscheinlich sind wir echt noch keine gute Adresse für Geheimtipps. Uns gefallen ehrliche Konzepte und soulige Parties. Wir freuen uns erstmal auf die Cologne Music Week mit COMA, Roosevelt, Robag Wruhme und all den tollen Künstlern. Geheimtipps gibt es in ein paar Jahren.
Welche Location würdet ihr für Frühstyle empfehlen?
Kommt doch mal nach Sechtem ins Vereinsheim! Die Leute hier würden sich freuen.
Was sind eure Ziele für 2012?
Bundesverdienstkreuz, Bravo Award, Weltherrschaft und einmal in der Brigitte stehen.
Eine Stadt. Ein Festival. Frühstyle liefert einen Leitfaden, der durch die sechstägige Cologne Music Week führt. Auch mit der vierten Ausgabe des saisoneröffneden Festivals, zeigen die Veranstalter in über 15 Locations ihr feines Gespür für Talentförderung und Booking. Wir wünschen Euch eine schöne Cologne Music Week. Und passt auf Euch auf!
Montag: Am Eröffnungs-Tag führt kein Weg am Konzert von Periscope vorbei. Die Kölner Indie-Band, die schon lange mehr als nur das ist, präsentiert sich im Restaurant des Stadtgartens in neuem Licht. Die klassische Indie-Struktur wird hier gebrochen, um Klang- und Dramaturgie-Experimente zu wagen. Dass Pop dabei nicht auf der Strecke bleiben muss, das wird Sound Of Cologne Pt. 1 allemal zeigen.
Periscope – Speedboat
Dienstag: Sie gelten als die “Söhne des Kölner Minimal”. Das Kölner Nachleben geht noch weiter und bemüht Gui Boratto-Vergleiche und ähnliches. Carlos Hufschlag und Patrick Braun, dürften diese Schubladen allemals schmeicheln. Im Fokus stehen die Dorfjungs, das Kollektiv um Hufschlag&Braun, das vom Pausenhof schnurstracks ins Kölner Nachleben gewandert ist. Das Frühstyle Schaufensterkonzert bietet die Gelegenheit dem Duo aus der Nähe auf die Finger zu schauen. Die anschließende Aftershowparty findet in der Bar Zum Scheuen Reh mit Franca Rehm und dem Frühstyle-New Talent Phillip Jondo statt.
Hufschlag&Braun – Train To Cologne
Mittwoch: Die falsche Entscheidung gibt es am Mittwoch der Cologne Music Week nicht. Ob der dritte Teil der Sound Of Cologne-Reihe mit The Von Duesz im Restaurant des Stadtgartens, oder dem Visual Music-Abend in der Bar Zum Scheuen Reh. Kulturell wie musikalisch erreicht die Cologne Music Week hier eines seiner Highlights. Im Scheuen Reh präsentiert a-musik The Allophons (live), Frank Dommert, Wan Tan B und Barack Podolski. Unterstützung in Form von Plakat- und Raumgestaltung kommt von Visual Music Studenten des Instituts Fuer Musik Und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.
The Allohons – Live bei a-musik
Donnerstag: Zu den absoluten Newcomern, gehört das aus Essen stammende Quartett Eisbär. Seit gerade mal einem Jahr arbeiten die noch nicht einmal 20-Jährigen an ihrem Meth-Rock beeinflussten Indie. Bereits einem Monat nach der Bandgründung haben Eisbär mit “So genau” einen kleinen Hit abgefeuert, und sind souverän die erste Hürde einer jungen Band gegangen. Ein Bandcontest. Ihr Konzert im Stadtgarten werden Eisbär sich sicher ebenso erfolgreich hinter sich bringen.
Eisbär – So Genau
Freitag: Im Frühstyle-Interview mit dem Kölner DJ Denis Stockhausen (Kompakt), wurde eines ganz besonders deutlich: Köln wird an diesem Kollektiv in naher Zukunft nicht vorbei kommen. Der bislang erfolgreichste Export: Huschlag&Braun. Der Freitag-Abend im Scheuen Reh ist ganz den Dorfjungs überlassen. Konzerte von jungen Bands und Produzenten wie Hall & Rauch – bereits auf dem Week-End-Festival konnte sich diese Kölner Band mit seinem Kraut-Sound etablieren – Simonius – ein Düsseldorfer Beat-Bastler - und Viva Erotica – ein experimentelles Musikprojekt der Dorfjungs-Gründer, mit abschließenden DJ-Sets von mit unteranderem Carlos Hufschlag und Patrick Braun.
Simonius – Alive
Samstag: Auch bei der “The Köln Show” der Total Confusion steht Talentförderung ganz oben. Neben dem Erfolgs-Duo Coma präsentiert Marius Lauber – seinerseits Drummer bei Beat!Beat!Beat! – sein unlängst gestartetes Solo-Projekt Roosevelt. Sound Of Cologne Pt. 6 hingegen fährt die Entdeckung der vergangenen c/o pop auf: Stabil Elite, die mit “Gold” die offizielle Hymne des Festivals veröffentlichten, leiten den Abschluss der Cologne Music Week ein. Alle weiteren Partys und Konzerte findet ihr auf der offiziellen Homepage der Cologne Music Week sowie der Klubkomm live.
Das vierte Jahr in Folge präsentiert sich die Cologne Music Week im Dürrefeld des Eventkalenders, um abermals musikhungrige Besucher mit Odeuvre-Bookings und Local-Newcomern zu stillen. Vom 16. bis zum 21. Januar wird bei der traditionell sechstägigen Tocher-Veranstaltung der c/o pop, die zeitgleich mit den PASSAGEN – Interior Design Week und der imm- Internationale Möbelmesse stattfindet, ein fulminanter Saisonauftakt gefeiert.
Über sechs Tage erstreckt sich ein musikalisch versiertes Programm und verteilt sich auf zahlreiche Veranstaltungsorte. Ausgangspunkt ist, wie auch schon zur c/o pop im vergangenen Jahr, der Kölner Stadtgarten mit seinem Konzertsaal, dem umfunktionierten Restaurant, sowie dem intimen Studio 672. Das zur Showbühne umgewandelte Restaurant präsentiert jeden Abend lokale und regionale Nachwuchsbands wie unter anderem The Von Duesz – das Bielefelder Trio das mit analoger Instrumentation und Krautrock-Anleihen Club-Musik transkribiert. Ein besonderes Highlight wird hier das Abschlusskonzert von Stabil Elite sein, die mit „Gold“ die offizielle Hymne des vergangenen c/o pop-Festivals geschrieben haben.
Neben den vielen Szene-Orten wie der Bar Zum Scheuen Reh oder dem benachbarten Club Gewölbe, gehören auch untypischen Venues wie die St. Apostlen Basilika oder die Franta Galerie, in der Frühstyle ein Schaufensterkonzert mit den neuen Ziehsöhnen des Kölner Minimal Hufschlag&Braun veranstalten. Mit den Augen nach Rechts und Links aber auch im gewohnten Club-Umfeld. Hier überzeugt das wohlausgesuchte Booking von Techno-Größen und Jung-Kollektiven wie den Dorfjungs um Hufschlag&Braun. Für Techno-Spektakel werden im Gewölbe die Auftritte von Robag Wruhme und den Gebrüder Teichmann gehören, die den Jahrespoll der einschlägigen Musikpresse mit ihren im vergangenen Jahr erschienen Alben aufmischten.
Publikumsmagnet sind dabei nicht nur die vielen kostenfreien Veranstaltungen. Die Cologne Music Week wir auch in diesem Jahr einen vielversprechenden Vorgeschmack auf die Event-Saison geben, die schon jetzt ihre ganze Magie entfalten möchte. Nicht nur der Teufel steckt bekanntlich im Detail, sondern hier vor allen Dingen die Liebe der Veranstalter.
Zur Total Confusion mit Coma und Roosevelt im Stadtgarten, verlosen wir 2×2 Plätze auf der Gästeliste. Alle Informationen zum Gewinnspiel findet ihr auf unser Facebook-Seite.
Für »Frühstyle« werden - vornehmlich lokale - DJ-Größen, die für einen ganz besonderen Musik-Stil bekannt sind, in alteingesessene Kölner Früh-Kneipen eingeladen, um dort eine für sie und ihre Fans eher ungewöhnliche Musik zu spielen.